Auf dem Nachttisch

Fritz E. Simon
Meine Psychose, mein Fahrrad und ich

Max Frisch
Homo Faber

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Kartoffelsuppe. Mit Blumenkohl. Ich, sitzend auf dem...
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Phae - 2. Apr, 20:15
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Phae - 1. Apr, 01:34
Warum trinkt man alkoholfreien...
Warum trinkt man alkoholfreien Sekt?
Arno Nym (Gast) - 30. Jan, 23:27
danke...
...dass du uns an diesen Geschichten teilhaben lässt!...
Bramasole - 7. Jan, 08:43
geschichten
Es gibt so viel, was diesen Freundeskreis, der mit...
Phae - 7. Jan, 03:21

Dienstag, 26. August 2008

das High Field Festival

Als ich ganz klein war, und die Musik mochte, die morgens beim Frühstück im Radio kam, war ich ein großer Fan der Prinzen. Es war die Zeit von "Alles nur geklaut", ich konnte das ganze Lied mitsingen und fand es toll. Ich habe mir eine Gruppe junger Männer, die im Radio Musik machen dürfen und "Die Prinzen" heißen, auch genauso vorgestellt. Schicke, hünsche Jungs, fein angezogen. Dass sie keine goldenen Kronen und Mäntel anhatten, damit habe ich gerechnet, ich dachte wohl mit meinen 6 Jahren eher an Sakkos, so wie mein Bräutigam Ken sie hatte. Als ich ein Bild der Prinzen sah, war ich geschockt. Pummelig, lange Mähnen und rot gefärbte Haare. Das sollten Prinzen sein?! Meine Toleranz für punknahe Kleidungsstile hielt sich im Grundschulalter in Grenzen, die Tatsache, dass Musiker nicht "schick", sondern "schluderig" aussahen, hat mich ziemlich desillusioniert.

An die kleine Phae muss ich denken, als ich auf dem staubigen Rest einer Wiese sitze, zusammen mit 25 000 anderen Menschen die Geschehnisse auf Bühne und Videoleinwand verfolge. Beim diesjährigen High Field Festival bei Erfurt sind nämlich fast alle großen Bands im Anzug aufgetreten: Kaiser's Orchestra, the Killers, the Hives, The International Noice Conspirancy und zumindest Rod von den Ärzten. Die - nahezu gesamte - Indierockszene sieht derzeit aus wie mein Bräutigamken aus Weichplaste und ist hübsch anzusehen. Der kleinen Phae wären die Ohren weggeflogen, aber wahrscheinlich hätte sie sich gefreut.

Die große Phae - und das ist ihr etwas peinlich - hat sich gelangweilt. Ich werde einsehen müssen, dass ich Indierock theoretisch mag, praktisch kann ich mir schöneres vorstellen, als mit dreckigen und betrunkenen Jugendlichen drei Tage im Schlamm zu wühlen. Vielleicht gibt es ja doch Sachen, die ganz ohne Alkohol und Drogen keinen Spaß machen.

Die großen, kommerziellen Festivals, mit den dicken, fetten Bands - das weiß ich jetzt - sind also nichts für mich. Im nächsten Jahr bleibe ich lieber bei den kleineren, individuellen. Kennt jemand eines in Frankreich?

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