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Der Komödie erster Teil

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Hier hab ich mal gewohnt.

°°°
Ich mag Post.

Auf dem Nachttisch

Fritz E. Simon
Meine Psychose, mein Fahrrad und ich

Max Frisch
Homo Faber

frisches

schön, eure fiktiven...
schön, eure fiktiven Pläne über die...
Bramasole - 4. Dez, 22:27
Teig oder Kuchen
Mein Handy klingelt, es ist F. Es ist fast immer F....
Phae - 3. Dez, 22:51
#.*
Die kleinen Wünsche. Heute ist einer in Erfüllung...
Phae - 20. Nov, 00:47
...
habe gerade in meinem "abgelegtem" rumgestöbert......
brina (Gast) - 10. Nov, 20:09
der herbst hat einfach...
der herbst hat einfach doch viel mehr von neuanfang...
tippy-toe - 26. Sep, 23:54
Distanzromantik
Ich kann ihn schlafen sehen. Ich muss nur ein bisschen...
Phae - 25. Sep, 00:37
Genieß den Augenblick...
Genieß den Augenblick :-)
Amaroka - 12. Aug, 00:46
Ich freue mich für...
Ich freue mich für Dich! :o) Alles Gute!
Bramasole - 26. Jul, 17:17

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Teig oder Kuchen

Mein Handy klingelt, es ist F. Es ist fast immer F. wenn mein Handy klingelt, mehrmals am Tag. Die Handygespräche, in der Uni (ich), im Büro (er), auf dem Fahrrad (ich), in der Warteschlange vom Mac Donalds in der Mittagspause (er) oder im Supermarkt (wir beide) sind eine der schönen Seiten unserer Fernbeziehung. Diesmal ist er im Supermarkt.

F: Hast Du eine Teigrolle?

Eine was? Wir müssen uns kurz einigen, was er meint. Ich benutze ein anderes Wort für das Ding, aber das fällt mir grad nicht ein. Kuchenrolle? Ich mag interkulturelle Beziehungen.

Ich: Meinst Du eine... Kuchenrolle? Oder wie das heißt?
F: Ja, hast Du eine? Ich will backen.

Wie? Will er sich das Ding ausleihen? Er ist 500 km von mir entfernt. Außerdem hab ich keine.

Ich: Ich hab keine.
F.: Gut. Dann kauf ich uns jetzt eine.

Unser gemeinsamer Haushalt ist noch fiktiv und liegt in der Zukunft. Irgendwann nach meinem Studienabschluss. Aber wir haben schon eine Kuchenrolle, einen Pizzaschneider und eine rosa Eiskelle. Unserem Glück scheint nichts im Weg zu stehen.

Dieser Mensch ist tatsächlich fest davon überzeugt, mit mir leben zu wollen.

Freitag, 20. November 2009

#.*

Die kleinen Wünsche. Heute ist einer in Erfüllung gegangen: Ich wollte schon immer eine Freundin haben, die auch Friseurin ist.

Bis richtige Freunde aus den Menschen werden, die wir so treffen, in der Uni beispielsweise, wenn der Sportkurs ausgefallen ist und man statt dessen zusammen einen Kaffee trinken geht - bis das richtige Freunde werden, das mag dauernBlockieren. Bis dahin aber ist das nette Mädchen, das Molekularbiologie studiert auch mal Friseurin gewesen, zeigt mir, wie ich mir meinen Pony selbst schneiden kann, was für 4 Grundhaartypen es gibt und redet mit mir über Shampoo. Ich bin beeindruckt, dass sie nicht nur Molekularbiologie kann, sondern auch wirklich was richtiges und hocherfreut, dass ich sie kenne. "Klar, komm vorbei. Auch wenn Du willst, dass ich Dir die Haare richtig schneide, ich mach das voll gerne." Genau so wollte ich das.

Freitag, 25. September 2009

Distanzromantik

Ich kann ihn schlafen sehen. Ich muss nur ein bisschen nach links gucken und ich kann ihn schlafen sehen. Er ist eingeschlafen, als ich ihm vorgelesen habe: Aus "Mio, mein Mio", von Astrid Lindgren.

Das ist schon sehr schön, vor allem, weil die gesamte Bundesrepublik zwischen uns liegt. Danke, Internet.

Die Straßburger Sommermonate sind vorbei, ich bin wieder an der Küste, es gibt Sprotten statt Baguette. In ein paar Monaten fängt ein anderes Leben an in einer neuen Stadt, in der ich derzeit ein Zimmer suche. Man wieder ein neuer Anfang, mal wieder Entr'Acte.

Diesmal mit einem roten Faden, der bleibt, während alles sich ändert. Die Phae, die bald in B'stadt einreisen wird, ist ein bisschen anders als die, die R'town und S'city unlängst verlies. Sie hat nun einen Pony, sie benutzt ihr Handy für viele lange Gespräche statt nur für Textnachrichten und kurze Informationsfetzen, sie schreibt, knipst und dokumentiert nicht mehr nur für sich selbst und für einen diffusen Freundeshaufen, sondern für eine Person.

Der Sommer ist vorbei und der Herbst beginnt. Ein neues Leben, ein neues Kapitel.

Sonntag, 26. Juli 2009

Wasserrutschenzeit

... und dann ging es los.

Diese Geschichten, die mit den zwei Menschen, die zusammenfinden, sind wie Achterbahnen. Oder eher wie Wasserrutschen. Diese, auf denen man erst lange und langsam den steilen Berg hinaufgezogen wird und man weiß schon, was gleich kommt und freut sich, aber es daaaaaaaauert noch... und dann hat man einen gewissen Punkt erreicht, überschritten und alles geht wahnsinnig schnell. Und man kann nichts mehr machen, außer die Arme in die Luft zu werfen, das Kribbeln zu genießen und laut zu schreien. "Wuuuuuu!"

Genau das mache ich gerade. Auf einmal war die Anhöhung überwunden und es ging schnell. Was bedeutet, dass das Tempo immer größer wurde und alles auf einmal zu groß, zu wichtig, zu bedeutsam, um es in seinen Details im Internet plattzutreten.

Ich befinde mich in einem Sommernachtstraum. Vielleicht eher ein Sommermärchen. Diese wunderschöne Stadt, flirrende Hitze, Springbrunnen, Frühstücken in Cafés, Spazierengehen mit spontanen Kinobesuchen, Waghalsige Kletterpartien auf Spielplätzen und Bäumen, Schaukeln, Feuerwerke, Ausruhen in belebten Parks und die heißen Füße in den kühlenden Rhein halten, der die beiden Länder trennt, die meine sind und wurden. Und alles zu zweit.

Noch bin ich hier, aber nicht mehr lange. Immernochnicht weiß ich, wohin es bald geht. Das macht Angst und wirft Schatten auf all das Schöne, was jetzt ist. Aber dass es schön ist und jetzt, das überwiegt.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Nebenwirkungen

Focus! Konzentration ist schwierig geworden, die Gedanken schweifen ab. Was wenige Worte ausrichten können, obwohl sie so leise, so unscheinbar waren, als hätten sie unbemerkt bleiben, überhört werden wollen. Vielleicht gerade deswegen.

Und jetzt finde ich mich wieder, unruhig, ruhelos, schlaflos. Im Internet tigere ich immer wieder an den üblichen Futterplätzen vorbei, ob vielleicht eine neue Nachricht, ein Zeichen, irgendwas für mich aufgetaucht ist. Die Gedanken bekommen neue Schienen, auf denen sie langfahren können, die Unabhängigkeit und Freiheit werden gegen ein neues Kleid aus Brausetablettenperlen eingetauscht, das kribbelt und glitzert, aber vielleicht ein bisschen eng ist.

Nichts gibt es ohne Nebenwirkungen, die gehören dazu. Ein bisschen ist es, als wäre ich in eine Falle gegangen, und das habe ich nun davon. Irgendein Schalter wurde umgelegt, beim letzten Mal und nun ist alles anders. Unmerklich, schwer zu sagen, was. Und bis es ein Wiedersehen gibt, bis vielleicht alles noch viel schöner wird und diese Spannung sich in etwas Aufregendes entlädt, bleibt die Ruhelosigkeit, das Tigern, das Nicht-Schlafen-Können.

Montag, 29. Juni 2009

~*~

Nach zu viel Sonne, Musik, Spazieren und schön und zu wenig Arbeit und Notwendig und doof suche ich jetzt nach der passenden Musik, passend für dieses Gefühl. Das mittlerweile im Bauch angekommen ist.

Sonntag, 28. Juni 2009

Meine Kindheit auch

Für mich war Michael Jackson schon lange gestorben.

Seit der Grundschule, nämlich, und zwar genau seit dem Moment, als mir eine Freundin zugeflüstert hat, sie hätte im Fernsehen gesehen, wie er sich auf der Bühne in den Schritt griff. Also wirklich, wie eklig. Keinen Moment hätte ich auch nur erwogen, so jemanden gutzufinden.

Vorher erinnere ich mich an das Poster im Zimmer einer anderen Freundin, die war Michael Jackson hoffnungslos verfallen. Das mit dem Panther. Ich fand, die Frau darauf sei wirklich hübsch, hab aber das Gefühl gehabt, meine Freundin und ihre Passion nicht wirklich zu verstehen.

Und dann war da noch der Moment, als ich in unserer Plattenwohnung aus dem Fenster auf den schlammigen Hof sah und mir auch einmal dieser merkwürdige Gedanken kam. Das Prominente, die Leute aus dem Fernsehen, wirklich real waren. Dass es all das wirklich gab. Dass JETZT GERADE Michael Jackson irgendwo war und irgendwas machte. Jetzt. Jetzt! (Ich erwäge, die Drehbuchautoren von "Being John Malcovitch" zu verklagen.) Ich habe in der letzten Woche eine Filmpremiere gesehen und war davon beeindruckt, Regisseur und Schauspieler nach dem Film im Kino zu treffen. Alle meine Freunde die aus weniger provinzialischen Nestern kommen, finden das süß und belächeln mich. Als ich in der Pubertät anfing, auf Rockkonzerte zu gehen, habe ich, so scheint es, eine Familientradion gebrochen, so etwas nicht zu tun. Als Kind war mir der Gedanke, man könnte mit Promienten im selben Saal sein, Utopie. Sie waren weit weg und unwirklich. Wie unwirklich, das merkte ich, als ich versuchte, mir vorzustellen, Michael Jackson könnte jetzt gerade irgendwo etwas triviales tun. Vielleicht telefonieren, oder ein Sandwich essen. Und statt Sandwich dachte ich natürlich: Stulle.

Diese Gedanken gehören wohl hierher, in Netz. Zu all den anderen "Jacko war Teil meiner Kindheit" Texten in all den Blogs.

Mittwoch, 24. Juni 2009

***

Wir stellen fest: Sie weiß immer noch nicht, wohin das alles führt. Ist aber gerade fröhlich durch die Wohnung gesprungen. Wegen einer Mail.

Projekt: Einfach genießen, solange es dauert - Läuft.