Auf dem Nachttisch

frisches

Damkeschön. Die Dekade...
Damkeschön. Die Dekade hätte ich eigentlich fast noch...
Phae - 18. Mär, 00:37
Welcome back und einen...
Welcome back und einen guten Re-Start nach beinahe...
NeonWilderness - 17. Mär, 17:54
na los
einfach wieder anfangen, einfach nichts erklären, einfach...
Phae - 17. Mär, 15:44
suppe
Kartoffelsuppe. Mit Blumenkohl. Ich, sitzend auf dem...
Phae - 19. Nov, 00:01
'
Wenn ich wieder fahre, in den letzten Momenten davor,...
Phae - 8. Sep, 19:10
ein küchengespräch
Gestern habe ich einer Freundin noch davon erzählt,...
Phae - 3. Aug, 00:04
Er schmeckt mir gut und...
Er schmeckt mir gut und es sieht schön aus, wenn man...
Phae - 2. Apr, 20:15
undenkbar
Auf einmal ist da ein neuer Gedanke. Ich bin auf dem...
Phae - 1. Apr, 01:34

Mittwoch, 21. November 2007

chanter, danser et rire

Bin ich so glücklich oder ist die Musik so gut - heute musste ich mich wiederholt arg zusammenreißen um nicht in Bahn, Supermarkt und Fußgängerzone laut mitzusingen, abzurocken und hibbelig rumzutanzen. Mein kleiner mp3-Player ist winzig und im Design einem schwarzen iPod nachempfunden. Dazu weiße Kopfhörer und die Leute gucken ehrführchtig, wenn sie ihn sehen. Er sieht nämlich so sehr aus wie kleine, hochmoderne Technik, dass niemand merkt, dass er nur so tut, als wäre er ein richtig teurer Superprodukt und nicht das untalentierte Werbegeschenk, dass den iPod nur oberflächlich kopiert und fast gar nichts kann. Und so trage ich mit ihm durch die Stadt und meinen Tag und wunder mich in regelmäßigen Abständen warum alle so komisch gucken, bis ich merke, dass ich schon wieder mitgesungen habe.

Ich hab neuen Nagellack, eine 1,0 in der Uni geschrieben, hatte gestern frei und heute morgen den leckersten Kaffee der Stadt, ich bin vom Tenor gegruschelt worden und hab mit Bambus Body Butter gekauft, weil ich das große Glas haben wollte, in dem sie verpackt ist. Und etwas, das Body Butter heißt. Ich habe grüne Kuschelstiefel und ich habe ein schönes Bild von Prinzessin Mononoke gezeichnet, ich höre ein Live Konzert von den Helden. Ich bin glücklich glücklich glücklich!

Persepolis

persepolis


Ganz großes Kino! Meine Lieblingsfranzösin (klingt viel netter als gallische Zwergin, oder?) hat mich spontan ins Kino gequatscht, in das kleine Lieblings-Independent-Kino, das im Institut Francais meiner Stadt sitzt und großartige, internationale Filme zeigt, die nicht Mainstream, dafür aber in der Regel ganz großartig sind. Wie Persepolis eben. Gestern gab es sogar noch einen Vortrag vor dem Film, weil es ja auch noch die Deutschlandpremiere war und der jetzt schon so berühmt ist. Vorpremiere sogar, eigentlich. Die Chefin, die die Anfangsrede gehalten hat, war ganz stolz: In Berlin läuft er nämlich heute erst an.

Wir hatten also noch einen Kulturwissenschaftler, der einen Vortrag über die Geschichte des BD, des Comics in Frankreich gehalten hat. Das muss man ja auch den doofen Deutschen erst mal erzählen, dass sie mit ihrer Meinung, Comics wären was für Kinder, langsam ziemlich alleine da stehen, und man das nicht nur in Japan, sondern auch in Frankreich ganz anders sieht. Während ich also echt noch was lernen konnte, hat sich O. wegen fehlender Deutschkenntnisse etwas gelangweilt.

Das hat der Film dann aber wieder wett gemacht. Der Film! Persepolis ist eine animierte Verfilmung von vier sehr erfolgreichen Comicbänden der Autorin Marjane Satrapi. Darin erzählt sie ihre eigene Geschichte - von ihrer Kindheit und Jugend im Iran, der Revolution, dem Krieg, der Dikatur und schließlich dem Exil, das sie miterlebt, von ihrer Familie und ihrer Jugend. Es ist eine Geschichte die ein erschütterndes Schicksale, ihrer Person, ihrer Familie, ihres ganzen Landes und großartigen Humor vereint. So, wie das Leben, offensichtlich. Dazu kommt die ungewöhnliche, aber sehr ansprechende Trickfilmgraphik dazu, die mit Liebe gemacht ist und in den ersten Szenen an Tim Burton's "Nightmare before Christmas" erinnert. Ich hab ein bisschen geweint und viel gelacht, ich hab mir die Umsonstpostkarte an die Wand gehängt und ich werde allen meinen Freunden in den Ohren liegen, dass sie sich den Film anschauen sollen - er ist großartig!

und zwar dunkelrot!

Ich bin so multitaskingfähig, ich kann mir die Fingernägel lackieren, während ich chatte.

Dienstag, 20. November 2007

terminträge

Ich befinde mich nun ganz offiziell in der Phase, zwischen der Entscheidung, dass ich unbedingt mal wieder zum Friseur muss und dem tatsächlichen Ereignis, wenn ich das tue. Bei mir dauert die lange. Seufz.

Samstag, 17. November 2007

dots dots dots

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket

Einwöchiges Experiment bewies: wer rote Fingernägel mit weißen Punkten hat, wird von allen viel mehr gemocht. Von sich selbst auch. Punkte machen glücklich, Tippen macht viel mehr Spaß und jetzt muss ich sie abmachen, weil sie nach einer Woche ganz schön angeschlagen aussehen. Schade.

("Das ist toll, fotographier das!" hat der Tenor gesagt. Er hat leicht reden, macht Ihr mal Fotos, auf denen eure beiden Hände drauf sind. )

Freitag, 16. November 2007

klappt bestimmt

Freitagmorgen, 12 Uhr Mittags. Phae und der Tenor sitzen beim Frühstück.

Phae: Was bedeutet eigentlich das "Porno" in Pornographie?
Der Tenor: Keine Ahnung... frag doch mal Google. Gib einfach "porno" ein.

Mittwoch, 14. November 2007

Schnee und Streiche

Der erste Schnee. Wieder bin ich - ich glaube, das habe ich im letzten Jahr auch gemacht - von meiner Schreibtischarbeit aufgestanden und hab mich gefreut, mir das Flockentreiben aus dem Fenster anzusehen. So schöne Wuselflocken. Liegen bleibt er noch nicht, deswegen lieber nach oben gucken, als nach unten. Aber oben ist sowieso die schönste Richtung, wenn es schneit, das unendliche Flockenchaos aus dem Himmel, das ist räumliches Sehen.
Der Kater kam auch mit dazu, Flockengucken, und saß neben mir auf der Fensterbank. Zweimal große Augen also, einmal Staunen und einmal Freude.

Dann habe ich auf der anderen Straßenseite zwei kleine Jungs gesehen, bananenkistengroße Tornister auf den Rücken, die doch allen Ernstes Klingelstreich gespielt haben. Immer abwechselnd, zögernd, bei allen Häusern der Straße. Der Kater ist ein bisschen zusammen gezuckt, als ich laut aufgelacht habe. Einen Moment lang habe ich überlegt, ob ich das Fenster aufmachen und herunterrufen sollte, ich hätte gerade die Polizei alamiert. Und Batman.

Dienstag, 13. November 2007

Zwischenbilanz

August 2005: Webblock angelegt. Vorsatz, keinem davon zu erzählen.

September 2007: Dem Tenor davon erzählt.
Oktober 2007: Wahre Identiät aus Versehen und reiner Dummheit an Blog-Komilitonin preisgeben.
November 2007: rausgefunden, dass außerdem entlarvt von... meinen Eltern!

Oh man oh man... Das nächste Mal, wenn mich eine Freundin kritisch anguckt und fragt, ob ich ein Geheimnis für mich behalten kann... muss ich wohl erst mal schlucken, bevor ich nicke, damit sie endlich mit dem neuesten Klatsch rausrückt.

Montag, 12. November 2007

Spitze

DVU - Spitzenkandidat

Ohne Worte. Lautes Lachen ist schließlich kein Wort.

Sonntag, 11. November 2007

Grrr

Ich bin vergeben, ihr Arschloch-Spam-Mails! Ich will eure scheiß Dating Communities nicht! Und ich habe auch keinen Penis, den ich vergrößern will! Geht weg, geht weg, geht weg!

Fundwunsch

Ich hab ein schönes Blog gefunden: etc.pp. Gefällt mir, vor allem das hier.* Er hat einen Ratzefummel gefunden und schämt sich ein bisschen, ihn aufgefunden zu haben.

Da ist mir aufgefallen, dass ich das gerne mache. Sachen finden, Sachen von der Straße aufheben. Nicht mit den Lippen berühren, dann ist das nicht so schlimm. Ich will auch was schönes finden, und Euch davon erzählen. Jetzt sofort.

* Jetzt gerade: Bruch mit der doofen Angewohnheit, in Webblogs nicht zu erklären, wovon man gerade redet, weil man ja drauf verlinken kann. Ganz doof.

unzufrieden

Beiträge, die auf meiner euphorischen Begeisterung über irgendwas basieren, sind am wenigsten geeignet, Struktur und Kleinkramgenialität zu suchen. Und jemals nochmal gelesen zu werden.

Berlin Berlin

Es gibt dieses Spiel mit den Entscheidungsfragen. Schoko oder Vanille? Hund odr Katze? Berlin oder Hambur?

Ganz klar Berlin. Siet dem letzten Wochenende da, geht mir diese Stadt nicht aus dem Kopf. "Rostock hat genau die richtige Größe", hab ich früher immer gedacht. Und dass ich mich in einer richtigen Großstadt nie wohl fühlen würde. Eigentlich denke ich das immer noch, ich liebe es, dass ich nie durch die Stadt fahren kann, ohne jemandem zu begegnen, jemandem zuzugrüßen und angewunken zu werden. Und doch nicht die Decke auf den Kopf gefallen zu bekommen (hö? ist spät), immer neue Menschen kennenzulernen, kulturelle Vielfalt zu leben. Die ganze Stadt ist mein Block, ich bin in der Silhouette ihrer Türme zu Hause.

Und doch... Berlin! Die Großstadt macht mir keine Angst mehr, sie zieht mich an. Mit ihren Details, ihren Ecken, ihren Straßen und all den Läden, Cafes, Clubs, die man nie fertig entdecken kann. Mit all den wundervollen Dingen, die man in Rostock nicht kaufen kann. Ja, Berlin ist Kauflust, alles ist schöner und chiquer, in Berlin kümmern sich die Menschen um Design und Lifestyle. Wahrscheinlich sind die meisten von ihnen Angeber, Besserwisser, Anzugträger... aber es ist schön und metropolitan... es zieht mich an. Schön in the very special way... Schön im Sinne von Glitzer und Architektur in der man versinken will, aber auch in Straßenkunst, Grafittis und rauhem Betonelendcharme. Es macht mir auch Angst, ich fühl mich klein und provinziell. "Ich brauch dich nicht", sagt die große Stadt, "aber wenn Du Dich traust, dann bleib halt hier. Mal gucken, ob Du das aushälst."

Wer weiß, vielleicht mache ich das mal irgendwann.

don't you worry 'bout the distance

Es gibt so viele Dinge, die mag man so sehr und will es gar nicht. Weil alle, einfach alle sie mögen und es einen alles andere als einzigartig macht. Weil es einfach nur zeigt, wie sehr unser Geschmack, unsere so-called Individualität doch nichts anderes ist, als die Zeit und die Gegend, in der wir leben. Unsere Schicht, unsere Kaste, und das im Zeitalter der Individualisierung. Welche Schade. Oder warum sonst mögen alle, alle Menschen die "fabelhafte Welt der Amelie", Sarah Kuttner, Schokolade? Darn it.

Nachdem ich das nun vorraus geschickt habe, kann ich jetzt ja zum Punkt kommen: Ich kann "Hey there Delilah" gar nicht oft genug hören. So schön. Hach hach.

Babelspaß

Die Abende bei O., der großartigen gallischen Zwergin (d'oh!) hinterlassen im Kopf ein gluchsendes Glücksgefühl und ein wuseliges Sprachgewirr von englischen, französischen und deutschen Wortfetzen die sich beliebig aneinander reihen und ein babylonisches, sinnloses Durcheinander ergeben, welches ich beim Nachhauseradeln leise vor mich hinplappere.

Vorher vier Folgen Gilmore Girls auf englisch zu gucken, machen das Ganze keineswegs besser.

In solchen Momenten weiß ich, warum ich mir das antue, den ganzen Französisch-Scheiß, die Grammatik des Grauens, die Dissertationswüste der verlorenen Hoffnungen. Fremdsprachen sind eine Droge, sie machen süchtig und sie machen glücklich. Und das sind erst die wenigen Gelegenheiten in meiner provinziellen Heimatstadt. Irgendwann bin ich im schönen Frankreich und dann darf ich ein ganzes Jahr französisch sprechen... Dann werde ich so dauer-high, dass ich es gar nicht mehr merke.

Danke Gott, für Bablyon. Übrigens heßen sowohl "tschüß" als auch "ciao" auf chinesisch soviel wie "go to hell"

Das Leben, das Universum und der ganze Rest
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