Auf dem Nachttisch

frisches

Damkeschön. Die Dekade...
Damkeschön. Die Dekade hätte ich eigentlich fast noch...
Phae - 18. Mär, 00:37
Welcome back und einen...
Welcome back und einen guten Re-Start nach beinahe...
NeonWilderness - 17. Mär, 17:54
na los
einfach wieder anfangen, einfach nichts erklären, einfach...
Phae - 17. Mär, 15:44
suppe
Kartoffelsuppe. Mit Blumenkohl. Ich, sitzend auf dem...
Phae - 19. Nov, 00:01
'
Wenn ich wieder fahre, in den letzten Momenten davor,...
Phae - 8. Sep, 19:10
ein küchengespräch
Gestern habe ich einer Freundin noch davon erzählt,...
Phae - 3. Aug, 00:04
Er schmeckt mir gut und...
Er schmeckt mir gut und es sieht schön aus, wenn man...
Phae - 2. Apr, 20:15
undenkbar
Auf einmal ist da ein neuer Gedanke. Ich bin auf dem...
Phae - 1. Apr, 01:34

Mittwoch, 16. April 2008

Eutropy und Freunde

Gestern endlich über meinen Schatten gesprungen und mal die Menschen zu mir zum Filmeabend eingeladen. (Dagegen spricht, dass alles winzig klein, Katzenkrallengefärdet ist und vorher wirklich was passieren muss.) Es ist dann passiert, was abzusehen war: einiges beim Kochen ging schief: (viiiel zu viele Nudeln, wann lerne ich endlich, Mengen realistisch abzuschätzen? [Das gilt auch - nur umgekehrt für das Nudelwasser.] Und die Zwiebeln, die ich ja "noch jede Menge auf Vorrat hab", hatten auf einmal Beine bekommen und waren bis auf Ausnahmen nicht genießbar. Außerdem sind irgendwie Katzenhaare an die Tomaten gekommen.) und der Abend wurde echt schön. Man soll ja als Gastgeber Freunde einladen, die sich nicht kennen. Das hat auch ganz gut geklappt, trotz einiger sprachtechnischer Anfangsschwierigkeiten. Lieblingsfranzösin O. spricht kein Deutsch und S., den angehende Mathelehrer, überraschte die Erkenntnis, dass er seit nunmehr sieben Jahren kein Englisch gesprochen hatte. Mich hingegen die, dass ich mich immer noch wie ein kleines Kind auf Fremndsprachenerlebnisse freue und wahrscheinlich, sollte ich dieses Auslandsjahr je hinkriegen, mich vor lauter Endorphinen gar nicht mehr einbekomme.

Zum leckeren Essen (Spagetti mit Pfirsich-Ingwer Sauce und Cappuchinoeis mit Schokosirup) gab es als Film einen echten Geheimtipp, den L. in Kanada ans Herz gelegt bekommen hatte: Eulogy. Eine, etwas schwärzliche, Familienkomödie, zu der ich eigentlich gar nichts sagen möchte, weil sie einfach nur schön und lustig war - das dafür aber außergewöhnlich.

Montag, 14. April 2008

aggro-orphine

Wenn ich mir noch einmal dieses Geseiere über Moralverfall oder die Jugend von heute anhören muss! Allein schon beim Wort "heutzutage" schüttelt es mich, weil danach meistens irgendwelchen Allgemeinplätze folgen, die schon seit mindestens 2000 Jahren gültig sind. "Heutzutage hat ja niemand mehr Respekt voreinander." "Heutzutage denkt ja jeder nur an sich." Buuuuar! Genau wie diese alte Frau im Fernsehen. Die Kriminalitätsrate sei in den letzten Jahren stark gesunken, sagt die Frau von den Nachrichten, viel weniger Verbrechen, weniger Opfer und so. Ob die Leute das auch so empfinden würden?, fragt sie und die Kamera zeigt irgendwelche Passanten: kopfschüttelnde alte Frauen. "Nein nein, diese Jugendlichen, viiiiel schlimmer als früher, überall viel mehr Gewalt, auf jeden Fall."

Warum wollen die Menschen unbedingt in so einer schlechten Welt leben? Ich weiß natürlich, dass pöbelnde Jugendliche mitunter ein echtes Problem werden und das allgemeine Wohlbefinden erheblich senken können, aber davon kracht doch nicht in der nächsten Generation unsere Gesellschaft zusammen, wie es gerne prognostiziert wird. Wenn ich mich in meiner realen Welt mal umsehe, okay, dann finde ich auch Drogenkonsum und Gewalt. Aber ich sehe vorgergründig Menschen, die ihre gesamte Freizeit in Tierheimen verbringen und dort aushelfen, Menschen, die sich im Studium den Arsch aufreißen, um mal in die Entwicklungshilfe zu gehen. Menschen, die für ihre Freunde alles und für ihre Mitmenschen unheimlich viel tun und nicht zuletzt: wildfremde Menschen die mich auf der Straße anlächeln. An Ampeln, auf Bürgersteigen, in Straßenbahnen. Wo ist sie also, eure graue, unmenschliche Großstadtwelt? Alles, was man tun muss ist doch, zuerst zu lächeln. Vielleicht fangt ihr damit erst mal an, ihr Nörgler.

entzaubert

Ich habe noch gar nicht erzählt, dass mein Exfreund, der es hier nie zu einem kreativeren Spitznamen als "Fka" gebracht hat, zurück in meinem Leben ist. Seit der Trennung auf einem verschneiten Rostocker Hinterhof haben wir fast zwei Jahre lang im gleichen Viertel gewohnt, aber kein Wort miteinander gewechselt. Dann hat eine gemeinsame Freundin eine Party gegeben und uns beide eingeladen. Zack. So einfach geht das.
Der Abend davor, die S-Bahn Fahrt, das war schon ein bisschen merkwürdig. Aber dann war er da und ich war da und eine Freundin war da und dazu kam ein Grinsen und der Abend wurde nett. An diesem Abend wurde, so schien es mir, nicht nur eine Menge angestautes Eis, sondern auch eine Art Fluch gebrochen.
Aus der realen Person Fka war in den letzten Jahren ein Phantom, ein Schatten geworden. Eine Menge Grübellei und Erinnerungen haben etwas geschaffen, was mit dem Menschen überhapt nichts mehr zu tun hatte, das nicht lebendig war, sondern in meinen Gedanken gefangen. Und ich in ihm. Den richtigen Menschen wieder vor mir zu haben, war eine Erleichterung. Ein Lächeln statt der albtraumhaften Fratze, zu der die unschönen Umstände ihn in der Erinnerung gemacht haben, Wiedersehensfreude, statt dem für mich immer nachhallenden Wunsch, mich aus seinem Leben zu entfernen, und – als kleines Schmankerl - abschätzige Kommentare über Dinge, die ich mag und die in mir das beste aus dem Spektrum der „ich treffe meinen Ex wieder“ Gefühle gegeben hat: das angenehme Schulterzucken und Hinweggehen über Dinge, die früher nicht gepasst haben, jetzt aber egal sind.
Das alles ist so wichtig für mich. Wie sehr ich das gebraucht habe, ein Brechen des eisigen Schweigens, eine Versöhnung, ein minimaler Kontakt – das merke ich erst jetzt, wo die Zeit im kommunikativen Exil vorbei ist. Das Phantom ist entmystifiziert und entstaubt: kein grinsendes Ungeheuer mehr und keine tragische Gefühlsleiche – und meine Seele ist um einige Dämonen leichter.

Freitag, 11. April 2008

Alice im Wunderland

"Irgendwie ist Alice im Wunderland das "Fear and Loathing" der englischen Literatur."

Es ist spät und ich wollte nur noch schnell vor Mitternacht eine Geburtstagsmail abschicken und dann aber ab ins Bett. Und jetzt sitze ich hier und diskutiere mit einem Freund über Alice im Wunderland.

Ich war nämlich vorhin bei selbigem Stück im Theater und es hat mir gefallen. In Rostock ist diese Version von Alice sehr beliebt gewesen (wenn ich ins Theater gehe, ist die Spielzeit des Stückes fast immer demnächst vorbei, ich weiß auch nicht, warum) - jeder mag die junge Schauspielerin und begeistert sich für den modernen, poprockigen Soundtrack mit dem es unterlegt ist. Ich hab mich vor allem für die Kostüme begeistert. Ich wäre auch gerne Kostümbastlerin beim Theater. Es gab einen Frosch, der ganz klein und pummelig war, Humpty Dumpty, das Ei, bestand aus zwei Menschen und war sehr dick, der riesige Mund der Grinsekatze war gigantisch und und wie cool das weiße Kanninchen ausgesehen hat, kann man sich bestimmt leicht vorstellen. Es ist sicherlich kein Geniestreich, dem weißen Kaninchen die witzigsten Textstellen zu geben, es genial böse gucken und super witzig tanzen zu lassen - aber es funktioniert ganz hervorragend und zeigt große Wirkung.

Die Grinsekatze und das Kaninchen sind sowieso meine Lieblingsfiguren und faszinieren mich. Warum, kann ich gar nicht sagen. Sie werden so oft als Symbole adaptiert und ich habe bis heute nicht rausgefunden, was sie eigentlich bedeuten. Wenn sie etwas bedeuten, das ist ja immer sehr verwirrend alles. Vor allem die Katze...

Sehr gefallen hat mir auch das Pferd, oder, wie es in der Rollenbeschreibung heißt: der weiße Ritter. Der war so schön melancholisch.

Was ich nicht mag, generell im Theater, ist diese.. Hektik auf der Bühne. Die Übertreibungen. Wenn die Bewegungen zu doll sind, wenn es Slapstick wird. Wenn gegen Wände gelaufen und gefallen wird, wenn die Darsteller aneinander herumzerren, sinnlos umherrennen, permanent zu Boden fallen. Davon gab es viel in dem Stück, aber ja auch im Theater, generell.

Unterm Strich hat es mir aber sehr gut gefallen. "Alice im Wunderland ist eine Mischung aus psychischer Störung, Gesellschaftskritik und Kindheit", haben wir in der Pause beschlossen. Mit dieser Interpretation für Eilige bin ich eigentlich recht zufrieden, das Gefühl, die Geschichte nicht so richtig zu verstehen, bleibt aber. Wahrscheinlich soll das auch so.

Mittwoch, 9. April 2008

Hochhausglück

Ich versteh manchmal gar nicht, warum nicht alle sind, wie ich. Wenn wir in diesem turmgleichen Gebäude Seminar haben, beispielsweise. Wie kann es denn sein, dass ich von 20 Mädchen die einzige bin, die den Blick über die Stadt genießt, die Aussicht auf die Kirchtürme und blühenden Bäume, auf den Nebel, der von den Wiesen aufsteigt und die milchige Sonne, die sich verschlafen über alledem hochzieht? Dass ich die einizige bin, die sich einen Platz sucht, von dem aus sie ab und zu hinaussehen kann? Die einen Moment am Fenster stehen bleibt?

Ich kann mir nicht helfen... irgendwie sind alle anderen Menschen komisch.

Mittwoch, 2. April 2008

weisheitsprozess

Mir wächst ein Weisheitszahn. Das beschäftigt mich total. Wie der das macht, dass er sich einfach so durch das Zahnfleisch durchgräbt und irgenwann draußen ist. Ganz ohne ein Blutbad anzurichten. Aber wo bleibt mein Zahnfleisch dann? Jaaa, auch mein Leben ist tout à fait fascinante... .

Dienstag, 1. April 2008

klebegedanken

Die Hausarbeiten sind vorbei, der Stapel Bücher muss zurück in die Bibliotheken. Aber vorher muss ich meine ganzen kleinen Klebezettel noch rausklauben, in Bibobücher darf man nicht reinmalen. Da sind sie also, das Relikt meiner Arbeit, ein buntes Mosaik aus Gedanken, Motiven und Textstellen. Nächstes Semester geb ich einfach das ab und behalte den Text. Das ist dann Kunst.
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Montag, 31. März 2008

What would Marvin do?

Meine Freundin K. in einem Gespräch in und über Trillian: ein depressiver roboter ist viel weiblicher als ein Mädchen das einen spacigen Namen braucht

Schnee

Ich habe den Drang, zu konservieren. Früher hab ich wie bekloppt Tagebuch geschrieben, um keinen tollen Moment dem Vergessen preiszugeben, schieße ohne Ende Digitalfotos, blättere Zeitschriften durch, bevor ich sie wegwerfe, ob nicht noch schöne Bildchen drin sind, die ich aufheben könnte. Und ich filme Schnee. Mit meiner Handykamera.

Das ist natürlich blöd. Das ist blöd, weil man sich freuen soll, wenn es schneit und schön aussieht und nicht versuchen soll, es festzuhalten. Es gibt Dinge, die kann man nicht festhalten. Schon gar nicht, wenn man keine Ahnung vom Filmen hat und nichts außer einer schlechten Handykamera.

Und jetzt ist auch noch Frühling geworden, wir haben heute zum ersten Mal auf dem Mensarasen gegessen und die Sache mit dem Schnee voll von gestern. Egal. Wenn ihr wüßtet, wie viel Energie das gekostet hat, diesen Scheiß zusammenzuschneiden. Ist nämlich mein erster Film ever. Und deswegen poste ich ihn jetzt auch, himmelnocheins!



Schnee from Phae on Vimeo.

Dienstag, 25. März 2008

mädchengene

Jop. Echt jetzt. Das sind meine neuen Hausschuhe. Wenn jemand komisch guckt, erzähle ich, dass ich sie nur gekauft habe, um meine Mitbewohnerin zu ärgern und weil sie so schön warm sind. Was auch stimmt. Aber in Wirklichkeit und vor allem hat ein Teil von mir nie aufgehört, Einhörner und rosa zu lieben. Und jetzt eben auch diese Hausschuhe.
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